Sondermaschinenbau

Sondermaschinenbau

29 Januar 2018
 Kategorien: Marketing, Blog


Hinter dem so genannten Sondermaschinenbau versteht man zwar ebenfalls einen Bereich des Maschinenbaus, allerdings handelt es sich dabei um Maschinen, die ausschließlich im direkten Kundenauftrag angefertigt werden und nicht für die sprichwörtliche Stange - also in Serienfertigung oder gar Massenfertigung - produziert werden. Oftmals ist der Auftraggeber hier sogar an der Entwicklung beteiligt, so dass der eigentliche Hersteller und sein Auftraggeber gemeinsame Patente an der entwickelten Maschine oder Anlage besitzen können, aber nicht besitzen müssen. Solche Projekte sind beispielsweise häufig im Kraftwerksbau oder auch im Bau von Maschinen für Tagebaue oder ähnlichem anzutreffen. Allerdings müssen nicht alle Maschinen, die im Rahmen des Sondermaschinenbaus gefertigt werden, zum Beispiel bei der Schmid Anlagenbau GmbH, direkt neu konstruiert werden. Man spricht nämlich ebenfalls vom Sondermaschinenbau, wenn an einer bestehenden - also fertig gebauten und fertig entwickelten - Anlage oder Maschine umfangreiche Anpassungen und Veränderungen durchgeführt werden, die auf spezielle Kundenbedürfnisse hin geplant und verbaut werden müssen. Solche Maßnahmen kommen beispielsweise in der Herstellung von Produktionsanlagen für die chemische Industrie oder für die optische Industrie vor. 

Die optimale Maschine als Ausgangsbasis finden

Wer sich also gegen eine komplette Neukonstruktion und Neuentwicklung, dafür aber für eine Umkonstruktion oder Weiterentwicklung entscheiden möchte, benötigt natürlich zuerst eine Maschine, die als Ausgangsbasis dienen kann. Diese muss analysiert werden, so dass festgestellt werden kann, ob und in welchem Umfang sie für eine Umkonstruktion und Abänderung nach spezifischen - meist sehr individuellen - Bedürfnissen geeignet ist. Ist eine solche Maschine oder auch eine ganze Anlage gefunden, so muss überlegt werden, welche Änderungen durchgeführt werden müssen, um die betroffene Maschine an den jeweiligen Kundenbedarf anzupassen. Erst dann, wenn feststeht, was verändert oder ergänzt werden muss, wird eine Verhandlung in Bezug der jeweiligen Rechte zur Bearbeitung und anteiligen Nutzung der bisherigen Konstruktion eingeleitet. In der Regel müssen dafür ganze oder anteilige Patente erworben werden. 

Sonderanfertigung und Kostenmanagement vereinen  

Somit kann davon ausgegangen werden, dass es beim Bau von Sondermaschinen immer mehrere Komponenten gibt, die miteinander vereint werden müssen. Zum einen besteht da natürlich die technische Komponente. Ist diese überprüft, so muss natürlich die juristische und wirtschaftliche Komponente ebenfalls unter den sprichwörtlichen Hut gebracht werden. Hier ist es besonders wichtig, dass weder absichtlich noch unabsichtlich irgendwelche Urheberrechte verletzt werden. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, da diese Urheberrechtsverletzung auch den Erwerb der Patente oder anteiligen Rechte maßgeblich erschweren würde.   

Sonderanfertigung für verschiedene Industriezweige  

Darüber hinaus ist vor der Entscheidung für oder gegen eine Neukonstruktion immer auch zu berücksichtigen, um welchen Industriezweig es sich handelt. Hier kann es zudem besonders wichtig sein, unbedingt spezielle Vorgaben gesetzlicher Art zu berücksichtigen. Dies gilt vor allem dann, wenn Maschinen gebaut werden sollen, die anschließend in der chemischen Industrie, in der so genannten Montanindustrie, im medizinischen Bereich oder in der Lebensmittelindustrie zur Anwendung kommen. In einem solchen Fall muss gewährleistet sein, dass die betroffene Maschine nicht nur dem Kundenanspruch, sondern auch dem Anspruch des Gesetzgeber und diverser weiterer externer Gruppen genügen kann. Unter anderem sei hier an bestimmte Hygieneauflagen zu denken, die unbedingt erfüllt sein müssen, wenn Medikamente oder Lebensmittel produziert werden. Ähnliche Vorgaben bestehen natürlich auch für die Medizintechnik.